A Silent Voice

Shoko hat es nicht leicht in der Schule. Die Sechstklässlerin ist gehörlos, und obwohl sich das süße Mädchen alle Mühe gibt, Freunde zu finden, wird sie gehänselt. Vor allem vom Klassenrüpel Shoya. Der veralbert sie, reißt ihr die Hörgeräte aus den Ohren und stachelt andere Mitschüler gegen sie auf. Eine Zeit lang hält Shoko alles aus. Aber dann meldet sie sich krank, schließlich wechselt sie die Schule. Als Shoya vom Lehrer für sein Verhalten gerügt wird, mobben seine Klassenkameraden nun ihn. Shoya erkennt, was er Shoko angetan hat. Um sich seiner Schuld zu stellen, isoliert er sich. Verzweifelt denkt er darüber nach, sich das Leben zu nehmen. Doch seine Mutter schreitet ein. Einige Jahre später trifft Shoya erneut auf Shoko. Dieses Mal bittet er sie um ihre Freundschaft. Shoko schreckt zurück. Doch ab sofort geht sie Shoya nicht mehr aus dem Kopf. Wie kann er ihr Vertrauen nur zurückgewinnen?

Über den Film

A Silent Voice Kinoplakat
A Silent Voice basiert auf der gleichnamigen Manga-Serie von Yoshitoki Oima und ist ein kraftvoller und fesselnder Film, der auf feinfühlige Art sensible Themen wie Schulmobbing und Behinderung behandelt.

Shoya Ishida ist ein gewöhnlicher Junge, dessen Leben sich um die Schule und seine Freunde dreht. Gelangweilt verbringt er seine freie Zeit damit, seinen Freunden immer extravagantere Herausforderungen zu stellen.

Als die gehörlose Shoko Niyshimiya mitten im Schuljahr neu an seine Schule kommt, verändern sich die alltäglichen Gewohnheiten der Klasse. Die Reaktionen schwanken zwischen höflichem Interesse und Frustration aufgrund der Kommunikationsprobleme. Da ergreift Shoya die Gelegenheit, noch eins draufzusetzen: Spott, Mobbing, Verfolgung … All das unter dem gleichgültigen Blick der Lehrer.

©YK/SVM

Doch alles ändert sich dramatisch, als Shoko schlussendlich aufgibt und die Schule verlässt und Shoya in das Büro des Direktors bestellt wird. Von allen als derVerantwortliche ausgemacht, ist es nun er, der ausgegrenzt wird und dieselbe Behandlung erfährt.

Einige Jahre vergehen. Von Reue geplagt sucht Shoya nun nach Shoko, um sich für sein damaliges Verhalten zu entschuldigen.

Über die Regisseurin

Naoko Yamada begann ihre Karriere 2004 beim Studio Kyoto Animation. 2009 führte sie bei der TV-Umsetzung von K-On! erstmals Regie. 2013 übernahm sie bei der Serie Tamako Market erneut diese Aufgabe. Naoko Yamada ist Teil einer neuen Generation von japanischen Regisseuren, die bald auch international für Aufsehen sorgen werden.

Ihre Werke erhielten bei mehreren Gelegenheiten Auszeichnungen, darunter: K-On! – The Movie (Excellent Animation Work, Japan Academy Film Prize 2012), Tamako Love Story (New Face Award, Kategorie Animation, Japan Media Arts Festival 2014).

A Silent Voice, der dritte Film unter ihrer Regie, wurde für die Auszeichnung als „Bester Animationsfilm 2016“ für den Japan Academy Prize nominiert.

Mit ihrer scharfsinnigen Adaption von A Silent Voice baut sie auf brillante Art eine Verbindung zur Handlung der Vorlage auf. Das Resultat ist ein poetischer und anmutiger Kinofilm, dem es gelingt, auf feinfühlige Art mit sensiblen Themen wie Schulmobbing und Behinderung umzugehen. Speziell dieses Thema wurde mit größter Sorgfalt behandelt, da mehrere Szenen sich auf die Hände der Charaktere konzentrieren, um die Dialoge auf respektvolle Weise in Gebärdensprache darzustellen.

Bei Kyoto Animation ist es im Gegensatz zu anderen Studios in der Branche üblich, ihre eigenen Projekte zu einem überwiegenden Teil selbst umzusetzen. Diese kreative Kontrolle zeigt sich in jedem Aspekt dieses Films. Ohne Zweifel wird dieser einzigartige und berührende Film zum Nachdenken anregen …